a_flaggen_deutschland03

minisail

aktualisiert am: 16.11.2011 Treffen

Web Design
top1
pi
PINTA

PINTA  1992 Abmessungen:   LÜA  11,95 m Breite  3,8 m Tiefgang 2,31 m Verdrängung 5,63 t Kielgewicht 0,82 t Innenbalast 2,9 t Segelfläche 77 m² Masthöhe 17,5 m

Allgemeine Daten: Klasse  Eintonner Designer Judel / Vrolijk         Werft  Marten Marine, Aukland New Zealand     Max. Crew 10 Personen         Max. Crewgewicht 800 kg

„Wie ein Wunder, mit Kampfgeist, Glück und Gottes Hilfe siegte 1993 Deutschland zum vierten Mal in der Geschichte des Admiral’s Cup“, so konnte man es in der Fachzeitschrift “YACHT” lesen.

Womit keiner rechnete, das deutsche Admiral’s-Cup-Team hatte es geschafft. Als Außenseiter angetreten, konnte das deutsche Team mit den Yachten „PINTA“, „RUBIN“ und „COTAINER“ durch einen hauchdünnen Sieg zum vierten Mal den Admiral’s Cup gewinnen.

Erst eine Bravourleistung der PINTA im Fastnet Race bescherte dem Team einen knappen Vorsprung von 0,25 Punkten vor den favorisierten Australiern. Nach den Regeln wurden jeweils nur die zwei besten Teamyachten pro Rennen gewertet. Die 50.Foß-Yacht CONTAINER punktete in jeder der sieben Wettfahrten, die RUBIN XII fünf mal und errechte den einzigen Tagessieg. Die Eintonner hatten es im Cup schwer, sie fanden selten ihre Idealbedingungen. Um so beachtlicher war dann der siebte Rang der PINTA im Fastnet – der erst den Erfolg möglich machte.

Und was ist aus diesem erfreulichen Sieg geworden ? - Ausrangiert und abgefragt - !                      Ergeht es der PINTA wie allen großen Rennyachten ? Für eine Saison gebaut, den Sieg herausgefahren und dann vergessen ? Denn 1996 dümpelte die PINTA auf dem Messegelände der Stadt Düsseldorf. - Verkauft für DM 1,00 - ? Ich kann’s kaum glauben, aber für mich als Modellbauer war’s ein großer Vorteil, so konnte ich von der Yacht ausreichen Fotos machen, die mir später zur Erstellung der Zeichnungen sehr geholfen haben.

Die PINTA wurde 1992 für die Eintonner-Weltmeisterschaft in Dänemark konstruiert. Hierbei wurde besonders das Revier berücksichtigt, wo mit kurzer See und 12 Knoten Wind zu rechnen ist. Die PINTA erhielt aus diesem Grund eine extrem mittschifs angeordnete Gewichtsverteilung mit sehr leichtem Kiel. Der Rumpf wurde durch den Einbau vieler Spanten - ca. alle 95 cm – stabilisiert, die kaum noch Verwindungen zulassen und das Schiff höher an den Wind bringen. Die Allroundeigenschaften sind durch eine große Segelfläche optimiert. Doch vor dem Wind lässt sich das Schiff dadurch nicht so gut beherrschen. Der Rumpf besteht aus einem dicken Aramid-Wabenkern mit einer dünnen Kohlefaserschicht. Hierbei unterscheidet sich die PINTA von den meißten Konkurentinnen durch die Verarbeitung von Hoch- und Mittemodul Kohlefasern. Durch die Verwendung hochfester Kohlefasern in den stark beanspruchten Rumpfteilen konnten wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Kohlefasern erreicht werden, z.B. Gewichtsersparnis ca. 17 %, Zuwachs an Festigkeit bis ca. 15 %. Diese besonders leichte , aber dennoch starke Komponente kann Kräfte von mehreren Tonnen z.B. an den Winschen aufnehmen. Die Winschen mit ca. 200 mm Durchmesser erscheinen auch als recht große Baueinheit. Alle anderen Beschlagteile, selbst die Blöcke an den Backstagen mit ca. 100 mm Rollendurchmesser, wirken dagegen recht zierlich. Aber hier haben sicher die umfangreichen Messarbeiten zu den entsprechenden Gewichtseinsparungen geführt. Es wurden Druck- und Zugkräfte an Mast, Wanten, Kiel, Ruder und der Außenhaut des Bootes mit Dehnungsmessstreifen und Druckmessdosen bei verschiedenen Yachten über längere Zeit vorgenommen. Aber es sollte auch nicht zu sehr gespart werden, denn die Kraftauswirkungen der stampfenden See oder einer Grundberührung dürfen nicht unterschätzt werden, denn hierdurch traten auch Totalschäden mit Schiffsverlusten auf. So konnte man es im Fernsehen beim Admiral’s Cup und anderen Regatten sehen, wo Schiffe einfach in der Mitte durchgebrochen sind. Jedoch der verstärktew Pintarumpf hat eine Grundberührung heil überstanden. Nur die Kielverlängerung hatte sich selbstständig gemacht und das Ruder war beschädigt. Aber diese Beschädigungen waren nicht so grvierend. In einer Nachtaktion konnte das Ruder ausgetauscht und der Kiel mit Holz ausgebessert werden.              So wieder hergestellt, wurde – anstatt Aufgabe – die Siegesfeier angetreten !

PINTA Erfolge: 1993 und 1994

OTRC I Riva di Traiano 2. Platz OTRC I Sopot  2. Platz

OTRC II Poltu Quatu 4. Platz OTRC II Kiel  1. Platz

OTRC III Cagliari 1. Platz OTRC III Poltu Quaro 1. Platz

OTRC IV Cowes 2. Platz OTRC IV Marseile 1. Platz

OTRC V Kiel  3. Platz OTRC V Marseile 1. Platz

OTRC VI Sopot 3. Platz OTRC VI Riva di Traiano 1. Platz

OTRC World Cup   Winner One-Ton Cup

Winner One-Ton Cup   World Championship

Winner Admiral’s Cup

Größenvergleich der Admiral’s Cup Gewinner 1993 :

Boot

PINTA

RUBIN XII

CONTAINER

Klasse

Eintonner

Zweitonner

50-footer

LÜA

12,03 m

13,45 m

15,12 m

Breite

3,8 m

4,12 m

4,55 m

Tiefgang

2,31 m

2,63 m

2,96 m

Segelfläche

77 m²

100 m²

135 m²

Max. Crewgewicht

800 kg

950 kg

1135 kg

Baujahr

1992

1991

1991

Alle drei Yachten entstanden im Computer der Firma Judel / Vrolijk & Conradi.

In dieser Firma werden seit 1977 erfolgreich Boote konstruiert, nicht nur Regattayachte, auch Serienboote die keinen internationalen Vergleich zu scheuen brauchen. (WH 1996)

Modell:          Maßstab: 1:10

rumpfpinta

Nachdem ich einen Bauplan unter beibehalten der original Maße im Maßstab 1:10 gezeichnet hatte, sollte auch ein Boot danach entstehen. Nun der Rumpf wurde in der üblichen Spantenbauweise mit 2 mm Abachi-Leistenbeplankung erstellt und das Deck und Aufbau entstand aus 1mm Sperrholz um möglichst das Gewichtslimit von 6 kg einzuhalten. Die hauptsächlichste Änderung wurde an dem Kiel vorgenommen, dieser erhielt abweichend vom Original eine 3,2 kg schwere Bleibombe um das aufrichtende Moment zu erhöhen, denn mit dem originalen Stummelkiel von nur 800 g wäre das Modell sicher nicht segelfähig. So aber konnte ich mit dem Ergebnis zu frieden sein, und auch anderen Modellbauern einen Nachbau mit meiner später abgeformten Rumpfschale und Deck empfehlen.

2.pinta
[Home] [Treff Fühlingen] [Entwicklung] [I.G.mini-sail] [Oldies] [Modern] [Container 89] [Container 91] [Container 08] [Pinta] [illbruck] [la conner] [futura] [Dream 43] [Optimist] [Basic] [IOM] [Adria] [Berechnungen] [History] [Links] [Impressum]