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minisail

aktualisiert am: 26.02.2012     

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Interessen-Gemeinschaft mini-sail

MINISAIL ist die Idee möglichst vorbildgetreue Segelschiffsmodelle zu bauen und diese auf dem Wasser ferngesteuert so gut wie möglich zu segeln. Bei gemeinsamen Treffen Spaß am Segeln zu haben und Erfahrungen, Tipps und Tricks auszutauschen. Jeder kann bei der Interessen-Gemeinschaft mini-sail mitmachen, vom Einsteiger bis zum Profi, mit einem einfachen Baukastenmodell, bis hin zum museumsreifen Eigenbau. Diese Idee beruht auf dem Holländer Joop Clobus der 1985 zur Sail Amsterdam Modellbaufreunde mit scale - Segelschiffen zu einem Treffen und Gedankenaustausch unter dem Begriff “minisail” eingeladen hatte.

1987 wurde in Mönchengladbach während eines Treffens die deutsche “Interessen-Gemeinschaft mini-sail” gegründet. Eine Eingeladung hierzu hatte Gerd Neumann erarbeitet und hier wurde er dann auch zum Obmann gewählt. Hier fand dann auch der erste Goldschiffchen-Wettbewerbstatt, gesponsert von dem Schiffmuseum in Bremerhaven.

einladung

Dann gab’s noch eine Klasseneinteilung und Bewertungsrichtlinien

Bewertungsgrundlage für mini sail – Wettbewerbe

Klassen : Definition

Klasse A Rahgetakelte Schiffe Schiffe, deren Hauptbesegelung an Rahen gefahren wird. Nicht zu den Rahschiffen zählen Schiffe die zusätzliche Segel an speziellen Rahen führen, z.B. Toppsegel – Schoner Schiffe mit Breitfock etc.

Klasse B Plattboden - Schiffe Schiffe, die nach der Rumpfform und in täglichen Gebrauch bei niedrigem Wasserstand auf Grund gesetzt werden, um bei Hochwasser ihre Fahrt fortzusetzen. Typische aufholbare Seiten - und Mitteischwerter.

Klasse C Mehrmastige längsgetakelte. klassische Schiffe Die klassischen Schiffe der Jahrhundertwende: mehrere Vorsegel, gaffelgetakelt, mehrmastige Renn- und Arbeitsschiffe; Ausnahme: auch einmastig, wenn die Takelung der in der Klasse C fahrender Mode1le entspricht und das Vorbild vor 1950 gebaut ist.

Klasse D Einmastige, längstgetakelte, moderne Schiffe Schiffe mit modernem Rigg: Hochtakelung wenige Segel, moderne Rumpfform, auch Mehrrumpfboote. Ausnahme: auch mehrmastig, wenn ein modernes Rigg gefahren wird und das Vorbild nach 1950 gebaut wurde.

Fahrprüfung und Bewertung

Ideale technische Bedingungen Die Startstelle sollte so groß sein, daß mehrere große Modelle gestartet oder aus dem Wasser genommen werden können. Der Steg sollte so ausgerichtet sein, daß bei allen Windrichtungen gestartet und mit Aufschießer angelegt werden kann. Er sollte mindestens 5 m ins freie Wasser ragen, wobei eine Wassertiefe von o,4 m als geringste Tiefe zu betrachten ist. Der Steg sollte ca. 2 m breit sein und sich nicht mehr als 0,15 m über den Wasserspiegel erstrecken. Skizze 1

Die Kurs - Bojen An der, als Grundlinie dienenden Leine, werden zwei Strecken von ca. 25 m min.15 m durch drei Bojen markiert. Die ausgespannte Leine ist so schwenkbar, daß der Wind immer unter 90° einfallen kann. Eine Luv-Boje befindet sich ca. 50 m, min. 30 m luvwärts der Bojen-Leine. Sie ist so zu setzen, daß jederzeit eine Kreuzstrecke zu einer der Außen-Bojen entsteht. Nach jedem Lauf der Wettfahrt ist die Lage der Bojen zum Wind zu prüfen und notfalls zu korrigieren. Die Bojen-Leine sollte ca. 10 m vor der Stegspitze liegen. Alle Bojen tragen einen Verklicker und sind so an der Leine befestigt, daß ein Modelltiefgang von 0,4 m nicht behindert wird. Das Viereck ist durch Bojen mit 3 m Abstand markiert; dabei sind 10 m freies Wasser rundum zu gewähren. Skizze 2

Die Fahrbewertung Die Model1e aller vier Klassen haben zwei Aufgaben zu erfüllen die fehlerfrei gefahren, 100 Punkte erbringen. Die Punkte aus den einzelnen Läufen werden addiert und gemittelt. Bei mehr als zwei Läufen kann ein Ergebnis gestrichen werden. Beispiel: 3 Läufe: 72 Pkte. 84 Pkte. 70 Pkte. ; 72 + 84 = 156 : 2 = 76 Pkte.

Aufgabe 1: Kurs - und Manöver - Fahren auf der Bojen - Strecke bzw. dem Dreieck. Klasse A Rahschiffe gemäß Skizze 3 Klasse B Plattboden - Schiffe gemäß Skizze 4 Klasse C + D längegetakelte Schiffe gemäß Skizze 5

Aufgabe 2: Mann über Bord Manöver im Viereck Für alle Klassen die gleiche Aufgabe.Das Modell durchfährt das Viereck macht sein Manöver und soll, wenn es seinen eigenen Kurs im Viereck kreuzt klar zum Stillstand kommen. Ein Teil der Gesamtlänge des Modells muß im Viereck sein.

Skizze 6

Der Punkteschlüssel In allen Klassen gibt es für die Aufgabe 1: 80 Punkte, für die Aufgabe 2: 20 Punkte Alle Einzelmanöver (Wende, Halse) können einmal wiederholt werden. Dabei wird dann die Punktzahl für dieses Manöver halbiert. Beim zweiten Versuch darf der Motor eingesetzt werden, - ebenso zum Ereichen der Startposition. Die Benutzung des Motors ist dem Wertungsrichter anzusagen; sie sollte optisch oder akustisch angezeigt werden. Bojen - Berührung auf der ,,richtigen Seite" ist erlaubt. Bei der Verwendung von Hilfskielen oder deutlich vergrößerten Rudern bzw. Kielen werden von den erreichten Fahrpunkten 10 Punkte gestrichen.

Punkte - Aufteilung

Aufgabe 1: Kurs - und Manöver – fahren

Klasse A : Wende 20; Halse 12; Wende - Boje 6 Punkte

Klasse B Wende 16; Halse 12; Wende - Boje 6 Punkte

Klasse C + D Luv - Boje 12; die übrigen 8 Punkte

Aufgabe 2: Man über Bord - Manöver

Alle Klassen Durchfahren des Viereck 4 Punkte Aufschießer im Viereck 16 Punkte

Die Baubewertung Alle Modelle nehmen en einer Baubewertung teil. Die Bewertung der Modelle erfolgt nach den Kriterien: Ausführung des Modelle max. 50 Pkte. Eindruck und Wirkung max. 10 Bkte. Umfang der Arbeit max. 20 Pkte. Maßstäblichkeit der Teile max. 20 Pkte.

Die Baubewertung richtet sich nach den NAVIGA - Regeln.

Bonusregel Für zusätzliche Funktionen, die beim Fahren gebraucht werden, z.B. Heben und Senken der Seitenschwerter, Backstagen etc. bis 5 Pkte. Für mehrere extra bediente Segel, z.B. Vorsegel, Rahsegel an verschiedenen Masten etc. bis 10 Pkte. Setzen und Bergen von Segeln über Funk, z.B. vor dem Aufschießer, bei veränderter Windstärke etc. bis 20 Pkte. Spezielle F 7 - Funktionen, z.B. Nebelhorn, Motorgeräusch, Beleuchtung, Flaggensignale, etc. sind gesondert zu Werten.

Die Bonuspunkte werden den Baubewertungspunkten zugerechnet

kurs

In Mönchengladbach hatte ich viele schöne Schiffe bewundert, und so wurde auch ich Mitglied in der I.G. Angereist war ich mit meinem Oldtimer Modell “PIPI” nach Colin Archer. Eigentlich ein guter gutmütiger Segler, aber nun hatte mich der Ergeiz gepackt und ich wollte auch ein besseres Modell bauen. Im Januar war ich auf der boot in Düsseldorf, dort hatte ich mich für die neuen Konstruktionen der Admiral’s Cupper interessiert. Und so beschloß ich einen Cupper zu bauen. Einen Prospekt hatte ich von den Schütz-Werken über die Boote erhalten, und auf Anfrage erhielt ich auch noch Zeichnungen. Was dabei herausgekommen ist und weitere Modelle kann man auf den nebenstehen Seiten sehen. Meine Mühe wurde dann auch beim nächsten Wettbewerb 1988 in Lahr mit einem Goldschiffchen belohnt.

pokale

Diese Wettbewerbe waren bei den Minisailern anfangs sehr beliebt, zunehmend aber auch umstritten, denn es stellte sich heraus, daß sich mit mini-sail Schiffen keine Wettbewerbe oder Meisterschaften austragen lassen, weil die Modelle zu unterschiedlich sind und wie ihre großen Vorbilder völlig andere Segeleigenschaften besitzen, so wurde auf den Jahreshauptversammlungen nach den Goldschiffchen- Wettbewerben, mehrfach beschlossen, daß keine Wettbewerbe unter Minisailern mehr stattfinden sollten. Leider konnten sich einige Mitglieder mit diesen Beschlüsse nicht anfreunden - und gründeten im Jahr 2003 einen neuen Verein “minisail-ev”. Auch eine 2. Gruppe spaltete sich schon 2001 ab unter dem Namen minisail-classic mit der Zielsetzung nur orginalgetreue Modelle zu bauen. Die I.G.mini-sail besteht jedoch unbeirrt ununterbrochen weiter. Da jedoch der Betreuer der HP der I.G.mini-sail 2003 auch zur minisail e.v. wechselte und die Domain igminisail nicht freigab, mußte die I.G. leider eine neue Adresse wählen, und zur besseren Unterscheidung in der Adresse der neuen Hompage bekam diese den Zusatz: 1987, das Jahr ihrer Gründung. www.minisail1987.de

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