a_flaggen_deutschland03

minisail

aktualisiert am: 6.01.2012     IOM

Web Design
top1
Adriefahrt

ADRIA

 

Mastab 1:32; LA: 145 cm; Rumpflänge: 125 cm; Rumpfbreite: 24 cm; Tiefgang: 10,5 cm: Verdrängung: ca. 10 kg; Segelfläche: ca. 0,6 m

Vor ca. 15 Jahren verleitete mich ein Foto des polnischen Segelschulschiffes POGORIA einen Rumpf zu bauen. Meine Vorstellung war damals so: Wenn große Schiffe es schaffen, ohne zusätzliche Kiele zu segeln, dann sollte das doch auch mit einem Modell möglich sein. Dieses wollte ich jedenfalls mal austesten. Deshalb konstruierte ich einen Spantenriß mit reichlich Volumen wie ich meinte, aber so, daß es noch vorbildähnlich aussehen sollte. Bei einer Nachrechnung kam ich auf eine Verdrängung von ca. 10 kg - das sollte reichen! Zu dieser Zeit und auch bis heute noch mein schwerstes Schiff. Nun das komplette fertige Schiff ohne Einbauten und Ballast wiegt ca. 3 kg wie ich später feststellen konnte. Also könnten noch 7 kg Blei eingebracht werden. Gebaut ist der Rumpf auf 12 schmalen Spanten mit 2 mm Abachileisten beplankt und mit Glasgewebe verstärkt. Der Kiel ist als Kastenprofil aus 2 mm Sperrholz ausgebildet zur Aufnahme des Ballastes. Rumpf und Deck hatte ich fertiggestellt, doch weil ich anderen Projekten den Vorzug gab, verschwand der Rumpf in einer Kellerecke und geriet in Vergessenheit.

po2
po1

Nun schlummerte der Rumpf bis Dezember 2010 in meinem Keller und bei der letzten “Inspektion” schien er noch ok. zu sein, so habe ich beschlossen, doch endlich daran weiter zu bauen. Von einem Modellbaufreund hatte ich in der Zwischenzeit einen sehr ausführlichen Plan von der ISKRA erhalten. Diesen Plan soll ein polnischer Modellbauer nach dem Original beim Stapellauf gezeichnet haben. Da die ISKRA ein Schwesternschiff der POGORIA ist, kann ich den Plan gut für den Decksausbau verwenden, auch wenn einige Aufbauten anders gestaltet sind, da ich dabei meine vorhandenen Decksausschnitte berücksichtigen mußte, die es so nicht auf der Iskra nicht gibt, aber man muß ja möglichst viele Eingriffsmöglichkeiten in den Rumpf haben für den späteren Einbau der Servos bzw. Winden.

Saloon Maschinenraum
Brücke
DSC02838
1200

Ferner war es von mir auch jetzt nicht mehr gewollt einen vorbildgetreuen Nachbau zu erstellen und wie mir bekannt wurde, hat das Schiff in einem Sturm auch alle drei Masten verloren. ob der ehemalige Zustand wieder hergestellt wurde ist mir nicht genau bekannt. Deshalb habe ich mir auch erlaubt, die Beseglung abzuändern und für ein fernsteuerbares Modell die einfachere Variante vorzuziehen, wie nachfolgend beschrieben.

Der Decksausbau ging unter Verwendung vieler Kaufteile zügig von statten. Unter Berücksichtigung der Segelfähigkeit und dem Händling verzichtete ich dann auch auf den Bau als Barkentine um den Segelschwerpunkt möglichst niedrig zu halten, so wurden alle Masten nur mit Gaffelsegel ausstattet, so wie sie die Pogoria nur am Hauptmast hat. Als Masten sind daher auch nur 1 m lange Rundhölzer verwendet worden und 15 cm davon verschwinden auch noch im Schiff, aber ich denke es sieht auch so noch manierlich aus. Da der Fockmast jetzt ohne Rahen dasteht, sind alle 3 Masten gleich mit je 2 Salingpaaren ausgerüstet. Zur einfachen Montage sind die Wanten an einem Messingwinkel befestigt. Dieser mit Schlitzen versehen kann einfach auf Deck unter 2 Schrauben geschoben werden und wird dort durch die Spannung der Wanten arretiert. Alle Wanten und Stage bestehen aus grauem geschagenem Tauwerk von Andreas Gondeson, diese imitieren die Stahltaue und halten gleichzeitig die Spannung. Die Segel bestehen aus 30 g/m² Poliyester-Tuch und sind der Einfachheit halber nur mit Schlaufen an den Masten befestigt. Erst nach dem Anbringen der Vorsegel konnte ich die Holepunkte für die Vorschoten festlegen und auf Deck dafür einen Block vorsehen. Die Schoten für die Gaffelsegel verschwinden in einem Röhrchen in den Nagelbänken vor den Masten. Auch für das bermudaförmige Besansegel mußte ich am Heck etwas trixen auch noch einen Umlenkblock anbringen. Zur Ansteuerung der Segel habe ich 2 Maxi-Servos mit Hebelarmen eingebaut, hoffe daß die Schotwege ausreichen.

Als letzte Arbeit wird am Rumpf das Ruder eingesetzt um eine vorzeitige Beschädigung zu vermeiden. - - - Fertig ?

Adria611

Eine erste Wasserprobe erfolgte in Dortmund bei der Intermodellbau. Hier zeigte sich, auch ohne Zusatzkiel und Rudervergrößerung schaffte das Schiff auf dem Becken bei den widrigen Winden die Wende. Die Schimmlage scheint auch ausreichend stabil, so daß auch noch Toppsegel an Fock- und Großmast gesetz werden können. Zum I.G.mini-sail-Treffen am Tüschebachs Weiher war das Schiff endlich komplett und wurde mit einem Taufspruch zum ersten mal offenem Wasser übergeben.        

[Home] [Treff Fühlingen] [Termine] [Entwicklung] [I.G.mini-sail] [Oldies] [Modern] [Container 89] [Container 91] [Container 08] [Pinta] [illbruck] [la conner] [futura] [Dream 43] [Optimist] [Basic] [IOM] [Adria] [Berechnungen] [History] [Links] [Impressum]